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Was verdient ein Praktikant?

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Was verdient ein Praktikant?

Praktika und deren Bezahlung stehen seit Jahren im Fokus der Öffentlichkeit. Spätestens seit „Die Zeit“ im Jahr 2005 den Begriff Generation Praktikum prägte, stehen Praktika immer in einem gewissen Verdacht bloß zur Beschaffung billiger und qualifizierter Arbeitskräfte zu dienen. Dass manche Praktika noch dazu unbezahlt sind, macht die Einschätzung ihrer Fairness nicht besser. Laut „Spiegel“ verdient der durchschnittliche Praktikant in Deutschland 290 Euro im Monat. In den wenigsten deutschen Städten deckt das mehr als die Warmmiete einer Wohnung oder anderer Unterkunft ab.

Aber wie kommt man dann an ein gut bezahltes Praktikum? Nun, eine Möglichkeit wäre eine Bank oder eine Unternehmensberatung, wo fast immer ein vergleichsweise großzügiges Gehalt gezahlt wird. Aber es studiert nun mal nicht jeder Wirtschaft, und auch WiWis gehen oft bewusst andere Wege in der Karriere. Das Problem ist, dass anders als zum Beispiel in Frankreich, es in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, Praktika zu bezahlen. So kann man nicht darauf zählen, dass man für seine Mühen auch entlohnt wird. Hier stellt sich dann die Frage ob man lieber eine renommierte  Firma wählt und wenig verdient, dafür aber seinen Lebenslauf optimiert, oder man doch eher ein bezahltes Praktikum bei einer weniger prestigereichen Firma macht.

Aber wie viel kann man denn nun konkret erwarten? Der Durchschnitt wird sehr durch einige unbezahlte Praktika nach unten gezogen. Wenn man denn etwas verdient, sind es in Deutschland meist um die 400-500 Euro. Bei höheren Qualifikationen und der richtigen Branche können es auch über 1000 Euro sein. Es lohnt sich sehr vor der Bewerbung eine gründliche Recherche durchzuführen, denn einige Unternehmen haben Fixgehälter für Praktikanten während bei anderen ein Verhandlungsspielraum einkalkuliert ist. Besonders hier sollte man sich im Vorfeld gründlich über den eigenen Marktwert informieren, denn eine zu hohe oder zu niedrige Forderung könnte Probleme mit sich bringen. Wenn denn schon eine Gehaltsverhandlung zugelassen wird, dann ist es Unternehmen meist nicht so wichtig, ob sie nun 50 Euro mehr zahlen, während es für den Praktikanten eine Menge Geld ist.

In der Hoffnung auf bessere Konditionen, mag es nun manche Leser ins Ausland ziehen. Aber das bereits erwähnte Mindestgehalt in Frankreich ist eher eine Ausnahme, in den meisten Ländern sind die Bedingungen ähnlich wie in Deutschland. Österreich beispielsweise hat auch keine gesetzlichen Vorgaben in dieser Richtung. Komplett unbezahlte Praktika sind aber sehr selten. Folglich bietet die Alpenrepublik eine gute Alternative wenn man in Deutschland nicht das Richtige findet.

Im Gegensatz dazu stellen Kanada und die USA jedoch schlechte Destinationen, wenn man als Europäer mehr als Berufserfahrung ernten will. Wenn man hier ein bezahltes Praktikum ergattern möchte sollte man einen längeren Zeitraum einplanen, da Stellen unter 3-4 Monaten in den seltensten Fällen bezahlt werden. Eine Möglichkeit diesem Dilemma zu entgehen, ist ein langes bezahltes Praktikum bei einer auch in den USA oder Kanada operierenden Firma zu bekommen. Einige Wochen können dann als „Austausch“ im Ausland absolviert werden. Größere Industrieunternehmen bieten manchmal solche Gelegenheiten an.

Abschließend bleibt zu sagen: Man soll sich stets vor dem Beginn der Suche nach der perfekten Stelle ausreichend auf Firmenseiten und einschlägigen Blogs/Foren informieren.

Ein weiterer Indikator für ein gutes Praktikum ist das „Fair Company“ Siegel, welches neben anderen wichtigen Richtlinien regelt, dass die Vergütung mindestens 300€ betragen soll. Es lohnt sich also danach Ausschau zu halten, um die Suche noch effizienter zu gestalten.

Wenn Ihr euch jetzt frisch informiert auf die Suche begeben wollt, dann schaut doch mal auf www.studentjob.de vorbei. Dort findet ihr euer perfektes Praktikum. Nach der Erstellung eures kostenlosen Profils könnt Ihr auf dieser Seite außerdem noch Nebenjobs, Wochenendjobs und Möglichkeiten zum Karrierestart entdecken

 

 

Quellen:

http://www.zeit.de/2005/14/Titel_2fPraktikant_14

http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/studie-zur-generation-praktikum-a-827882.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/praktikanten-gehaelter-sprechen-wir-ueber-geld-a-409986.html

http://www.studentenpilot.de/ausland/praktikapraktikum/auslandspraktikum_kanada.htm

http://faircompany.karriere.de/

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About the Author:

Felix von der Heiden hat an der TU Berlin studiert und arbeitet für Textlove.de als freiberuflicher Autor und Lektor. Auf diesem Wege nutzt er seit Jahren erfolgreich sein Fachwissen auch neben dem Beruf.

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